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Denkmalschutzgebiet Jimramov

Beschreibung

Denkmalschutzgebiet Jimramov

Der historische Stadtkern der Kleinstadt Jimramov, des Geburtsorts von Jan Karafiát, dem Autor des Kinderbuchs Broučci - Käferchen, und der Brüder Mrštík, zieht sich entlang des langen und schmalen Jan-Karafiát-Platzes. Beherrscht wird der Platz vom Renaissance-Rathaus und von dem in klassizistischem Stil umgebauten Renaissanceschloss (der Öffentlichkeit nicht zugänglich),  das von Pavel Katarin aus Katar im Jahr 1588 erbaut wurde. Weitere Umbauten wurden von den Walldorfs durchgeführt, der Westflügel von der italienischen Familie Belcredi angebaut. Der Zauber der historischen Bausubstanz zieht Filmcrews nach Jimramov, die hier eine Reihe von Filmen und Serienfortsetzungen drehten, z.B. das Märchen vom Schornsteinfegerlehrling und der Zuckerbäckertochter und eine Folge der beliebten Fernsehserie Gendarmerie-Humoresken. In der Mitte des Platzes, im Ausstellungsraum beim Hl. Jan und im Saal der Persönlichkeiten ist u.a. auch eine Szene aus dem Puppenfilm Broučci - Käferchen von Jiří Trnka zu sehen. Durch Denkmalschutzgebiet, das im Jahr 1990 ausgerufen wurde, führt der Rundgang mit 11 Stationen. Diese sind an den Fassaden der Gebäude markiert. Audioguides können ausgeliehen werden. 
 
1. Frühere Schule "Beim Hl. Jan“
Das Gebäude wurde 1801 von Graf Antonius Belcredi in klassizistischem Stil erbaut und diente bis 1986 als Schule. Jetzt befindet sich in dem Gebäude ein Ausstellungsraum und der Saal der Persönlichkeiten, in dem unter anderem verschiedene Ausgaben des Buchs Broučci – Käferchen, des berühmtesten Werks von Jan Karafiát zu sehen sind. Nach diesem Buch drehte Jiří Trnka, berühmter Regisseur zahlreicher Puppenfilme, den gleichnamigen Film. Die heutzutage in Jimramov ausgestellte Szene schuf Jiří Trnka ursprünglich für die Weltausstellung 1938 in New York. Diese fand jedoch des Krieges wegen nicht statt, und so wurden die Käferchen erst auf der Expo 1958 in Brüssel ausgestellt.
 
2. Christianeum
Das Christianeum ist ein ehemaliges Kloster,erbaut 1885 bis 1889 von Graf Belcredi zu Ehren seiner Gattin Christina, Gräfin von Nostic, und benannt "Christianeum".Früher wirkte hier der Orden der Schulschwestern, der hier ein Kinderheim sowie eine Handarbeitsschule für ältere Mädchen betrieb.Seit 2003 arbeitet hier ein Physiotherapie- und Schulungszentrum.
 
3. Rathaus
Das Rathaus ist wahrscheinlich das älteste Haus in Jimramov.Ursprünglich im Renaissancestil, wurde es später in klassizistischem Stil umgebaut.Über dem Eingang sehen Sie das Stadtwappen, bestehend aus einem Renaissance-Schild mit drei silbernen Spitzen, die die drei Hügel Holý vrch, Padělek und Prosička darstellen. Im 18. Jahrhundert wurden als Verzierung die drei goldenen Sterne ergänzt.
 
4. Stadtschloss
Als Gründer des Schlosses gilt Pavel Katarin von Katar, der das Besitztum Jimramov 1588 kaufte und den heutigen Süd- und Ostflügel des Schlosses erbaute. Im 18. Jahrhundert wurden der Nordflügel und die überdachte Verbindungsbrücke zur benachbarten katholischen Kirche erbaut. Zuletzt wurde zur Jahrhundertwende zwischen dem 18. und 19. Jahrhundert der Ostflügel gebaut, als es sich bereits im Besitz des italienischen Geschlechts Belcredi befand. Dadurch entstand der viereckige Schlosshof mit dem Brunnen in der Mitte. Von 1948 bis 1991 diente das Schloss einer Eisenbahnerschule. Im Zuge der Restitution nach 1991 ging der 1948 konfiszierte Besitz an die Belcredis zurück. Das Schloss ist der Öffentlichkeit nicht zugänglich.
   
5. Geburtshaus der Brüder Mrštík
Das Geburtshaus der Schriftsteller Alois und Vilém Mrštík steht auf einer Felsspitze über dem Zusammenfluss der Svratka und der Fryšávka.Laut Sagen soll hier früher die Festung der Herren von Pernstein gestanden haben.Am Felsen unterhalb des Hauses wurde 1927 eine Gedenktafel vom akademischen Bildhauer Julius Pelikán angebracht.
 
6. Katholische Kirche
Die katholische Kirche Jungfrau-Mariä-Geburt steht an der Stelle der ursprünglichen gotischen Kirche, die 1361 erstmals schriftlich erwähnt wurde. Kirche und Kirchturm wurden mehrmals umgebaut.Gegen 1740 wurde das Oratorium der Kirche durch einen überdachten überirdischen Gang mit dem Schloss verbunden.
 
7. Evangelische Kirche
An der Stelle des früheren evangelischen Gebetshauses wurde in den Jahren 1789 bis 1791 eine evangelische Kirche erbaut,ursprünglich ohne Kirchturm, der wurde erst später im Empire-Stil angebaut.Bei einer Renovierung im Jahr 1987 brannte die Kirche aus, konnte jedoch dank Spenden von heimischen und ausländischen Gläubigen nach einem Jahr erneut eröffnet werden.  Die neue Orgel ist ein Geschenk der schweizerischen Helveten.
 
8. Belcredi-Gruft
Zum Schloss von Jimramov gehört auch die 1869 erbaute, neugotische Steingruft des Geschlechts Belcredi am Hang des Hügels Padělek.Die lateinische Inschrift über ihrem Eingang verkündet: "Selig seien die Toten, die im Herren verschieden sind".In der Gruft ist ein kleiner Altar und ein großes Holzkreuz.Der jüngste von den 15 in der Gruft befindlichen Särgen ist jener des Grafen Ludwig Belcredi.
 
9. Funktionalistische Villa
Die funktionalistische Villa des Arztes Josef Železný an der Brücke über den Fluss Svratkastammt von den Architekten Jaroslav Kincl, Lev Krča und Stanislav Tobek, Schülern von Josef Gočár.Hervorstechendes Motiv des Bauwerks ist die außergewöhnliche Markise über dem Eingang.Die Villa aus dem Jahr 1936 mit typischem funktionalistischem Flachdach und Terrasse ist in der Region völlig einzigartig.
 
10. Geburtshaus von Jan Karafiát
Im Haus Nummer 10 wurde 1846 Jan Karafiát geboren, Autor der unvergesslichen Erlebnisse der Käferchen. Seit 1876, als das Buch erstmals erschien, entstanden in aller Welt Hunderte Ausgaben. Jan Karafiát war nicht nur Schriftsteller, sondern vor allem evangelischer Pfarrer. Wohl auch deshalb vermachte er die Urheberrechte zu seinem Buch der Kirche der Böhmischen Brüder, die dank diesem Vermächtnis die Herausgabe der Bibel und kirchlicher Schriften finanzieren konnte. Die Gedenktafel aus dem Jahr 1936 stammt vom Künstler Anýž.
 
11. Haus zur Sonne
Das Ende des 16. Jahrhunderts erbaute Haus diente bis 1871 als Wirtshaus.Im Jahr 1678 wurde hier der Jesuitenbruder, Mathematiker, Astronom und Musiker Karel Slavíček geboren.Slavíček war nahezu 20 Jahre als Astronom am Kaiserhof in Peking tätig, wo er auch unweit des Stadtpalastes beerdigt wurde.An seinem Geburtshaus in Jimramov wurde 1995 eine Gedenktafel angebracht.


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